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Jun 25, 2025

Wie KI und Planung den Einzelhandel zukunftsfähig machen

Die Einzelhandelsplanung entwickelt sich rasant weiter – und KI ist dabei führend. Von Prognosen und Merchandising bis hin zur Lieferkette und Umsetzung im Laden: Dieser Beitrag untersucht, wie moderne Planer von starren Zyklen zu kontinuierlichen, intelligenten Entscheidungen übergehen.

In meinem letzten Blogbeitrag habe ich analysiert, warum das Merchandise Planning von starren Zyklen zu einem dynamischeren, reaktionsfähigeren und besser abgestimmten Prozess kommen muss. Dieser Ansatz ist jedoch nicht auf das Merchandising beschränkt.

Vielmehr wird deutlich, dass die Planung im Einzelhandel gesamtheitlich für das Unternehmen überdacht werden muss. Es gilt nicht nur, einzelne Funktionen zu verbessern, sondern eine integrierte Business Planung als einheitlichen Rahmen zu entwickeln. Die Planung fungiert dann als „Entscheidungszentrale“, die die Bereiche Finanzen, Merchandising, Supply Chain und Operations miteinander verbindet. Sie koordiniert die Maßnahmen, stimmt die Strategie mit der Umsetzung ab und ermöglicht so schnellere und sicherere Entscheidungen auf allen Ebenen.

Sehen wir uns einmal an, wie das in der Praxis aussieht und warum KI für Einzelhandelsunternehmen so wichtig geworden ist:


Finanzbereich: Der Forecast ist nicht mehr statisch

Früher ging es bei der Planung darum, einen Forecast festzulegen. Heute geht es darum, sich kontinuierlich an Inflation, Nachfrageschwankungen und Margendruck anzupassen. Vierteljährliche Forecasts können mit den ständigen Änderungen nicht Schritt halten.

Das bedeutet, dass ein Wechsel von starren Modellen zu Live-Szenarien erforderlich ist. Board hilft Teams im Finanzbereich dabei, Risiken zu modellieren, Annahmen zu testen und Kosten, Einnahmen und Kapital bedarfsgerecht miteinander zu verknüpfen.

Warum das wichtig ist: 70 % der führenden Einzelhandelsunternehmen nennen makroökonomische Störungen als größte operative Herausforderung (Quelle: Bain). Der Finanzbereich braucht schnelle Vorausschau, mehr als den Blick zurück. .


Merchandising: Die Halbwertszeit einer Planung wird immer kürzer

In der Mode-, Luxus- und Konsumgüterbranche sind die zuverlässigen Planungsfenster verschwunden. Ein Trend kann über Nacht explodieren. Ein anderer verschwindet, bevor er überhaupt in den Regalen angekommen ist.

Einzelhandelsunternehmen müssen genauso schnell reagieren wie ihre Kunden. Board KI-Agents unterstützen Planer dabei, Nachfrageverschiebungen zu verfolgen, Allokationsänderungen zu simulieren und den Open-to-Buy-Bestand kontextbezogen zu optimieren. So wird Merchandising adaptiv statt reaktiv.

Warum das wichtig ist: Die Modebranche hat im Jahr 2023 überschüssige Lagerbestände in Höhe von 2,5 bis 5 Milliarden Artikeln erzeugt. Das entspricht einem Wert von 70 bis 140 Milliarden US-Dollar an unverkauften Beständen – und das noch vor Berücksichtigung von Preisnachlässen. Selbst Luxusmarken verzeichneten einen Anstieg ihrer Lagerbestände. Dies macht deutlich, wie stark unaufhaltsame Veränderungen im Verbraucherverhalten und Planungsdiskrepanzen den Wert mindern (Quelle: McKinsey/BoF State of Fashion 2025). (McKinsey/BoF State of Fashion 2025)

  

Supply Chain: Resilienz muss integriert sein

Supply Chains sind nicht für Ausnahmen gemacht – sie sind die Ausnahme. Verzögerungen, Störungen und Volatilität sind mittlerweile die Norm. Die meisten Netzwerke können nicht schnell genug darauf reagieren.

Wir beobachten, dass Führungskräfte ihre Unternehmen im Hinblick auf Resilienz neugestalten: szenariobewusst, restriktionsorientiert und margensensibel. Board ermöglicht es, Risiken früher zu erkennen und schneller zu reagieren – über Beschaffung, Auftragsabwicklung und Servicelevel hinweg.

Warum das wichtig ist: 50 % der großen Einzelhandelsunternehmen gestalten ihre Supply Chains aktiv um, um Störungen zu bewältigen (Quelle: Bain). Die Planung muss daher von Grund auf resilient sein.


Operations: Die Umsetzung entscheidet über Erfolg oder Misserfolg einer Strategie

Selbst die besten Planungen können in der Fabrikhalle scheitern. Schlechte Arbeitsabläufe, falsche Lagerbestände oder verzögerte Entscheidungen führen zu finanziellen Verlusten.

Deshalb helfen wir dabei, vorgelagerte Planungen und nachgelagerte Maßnahmen zu vereinheitlichen. Board KI-Agents setzen Strategien in lokale Maßnahmen um und zeigen rechtzeitig Risiken und nächste Schritte auf, damit Unternehmen frühzeitig reagieren können.

Warum das wichtig ist: Einzelhandelsunternehmen verlieren jährlich etwa 4,5 % ihres Bruttoumsatzes aufgrund von Lücken in der Umsetzung im Verkauf (Quelle: Coresight). Die Planung muss Kundenentscheidungen möglichst detailliert berücksichtigen.


Planung – neu gestaltet für die Zukunft

Planung ist kein vierteljährlicher Prozess mehr und auch kein statisches Regelwerk. Vielmehr ist Planung ein kontinuierliches System, das sich in Echtzeit an jede Entscheidung, Funktion und jedes Signal anpassen muss.

Bei Board legen wir KI nicht einfach über die Workflows von gestern. Wir bieten Intelligenz, die den Realitäten des modernen Einzelhandels entspricht: Board KI-Agents unterstützen Planer, indem sie Daten überwachen, Schlussfolgerungen ziehen, Simulationen durchführen und Empfehlungen aussprechen – und dabei den jeweiligen Kontext berücksichtigen.

Die Board KI-Agents ersetzen keine Entscheidungsträger. Sie erweitern deren Reichweite und helfen den Teams im Einzelhandel, schneller voranzukommen, abgestimmt zu handeln und auf jeder Ebene zuverlässig zu agieren.

Einzelhandelsunternehmen müssen sich davon verabschieden, Optimierungen in einzelnen Bereichen isoliert durchzuführen. Denn unkoordinierte Pläne und Entscheidungen verlieren schnell an Wert. Gefragt sind jetzt kontinuierliche, kollaborative und zukunftsorientierte Entscheidungsprozesse.

Mehr darüber, wie Board Agents die Arbeit von Planern neu definieren, erfahren Sie in den Blogs von David Marmer und Fabrizio Straccia.

Lassen Sie uns wissen, wie Board auch ihr Unternehmen unterstützen kann.
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