Case Study

Champion – Case Study

Champion Europe und Board: Ein neuer Ansatz im Assortment und Merchandise Planning

CHAMPION EUROPE S.p.A. ist führend im Entwurf, in der Entwicklung und im Vertrieb von Sportbekleidung, Schuhen und Zubehör für Amateur- und Profimannschaften in Europa. Im Jahr 1919 gegründet, zählt das Unternehmen etwa 1.000 Mitarbeiter und 150 Geschäfte. Die Marke Champion ist international bekannt für die Innovation und Zuverlässigkeit bei der Lieferung von langlebigen Produkten für die vielfältigsten Sportarten.

Im Jahr 2011 sollten zeitgleich mit der Standardisierung der Verwaltungssysteme der Single-Brand-Retailkette Champion und der Multi-Brand-Retailkette Game 7 Athletics Champion Europe die Prozesse Store Sales Target, Merchandise und Assortment Plan standardisiert und konsolidiert werden. Schwierigkeiten im Einkauf des Einzelhandels und bei der Kooperation mit dem Verkaufsbüro brachten Champion Europe dazu, die Einführung eines Werkzeugs für Business Intelligence, Planning und Corporate Performance Management in Betracht zu ziehen.

„Die Prozesse der Planung, des Sortiments, der Lagerhaltung, Nachlässe, Preise und Werbemaßnahmen, die von den Senior- und Junior-Einkäufern verwaltet werden,“, erklärt Stefano Neri, Head of Management Information System Department bei Champion, „waren ausgesprochen verworren. Aufgrund der Nutzung zahlreicher Excel-Files und dem fehlenden Abgleich der Informationen in den von unterschiedlichen Personen erstellten Dateien war alles mit erhöhten Fehlerrisiko behaftet. Zudem war es auch für die Gebietsleiter vom operativen Gesichtspunkt aus sehr kostspielig, eine globale und umfassende Übersicht zu erhalten. Der gesamte Prozess war sehr starr. Das war ein ausgesprochen kritischer Faktor für uns in einer Branche wie der Mode, die von einer schnellen Veränderung und einer sehr kurzen Lebensphase der Produkte geprägt ist. Auch das korrekte Monitoring der Planungsdaten war extrem komplex: Um ein umfassendes Verständnis der Informationen unterschiedlicher Dimensionen (Marke, Linien, Geografie) zu erhalten, bedurfte es langer Datenaufbereitungsprozesse.“

Die Entscheidung: Der Wert der Flexibilität

Champion setzte sich einen integrierten Prozess mit zertifizierten Daten zum Ziel, die leicht zu prüfen, in verschiedene Richtungen zu analysieren sein sollten und die mithilfe einer Software bearbeitet werden können, die Schutz vor Fehlern und Verlusten bietet.

„Die Flexibilität war eines der Hauptkriterien bei der Software-Auswahl, was Champion Europe dazu bewegte, Board der Konkurrenz vorzuziehen: Wir haben mit der Bewertung von Instrumenten begonnen, die explizit für Sortimentsbearbeitungsprozesse und Einkaufsplanung erdacht waren“, erzählt Stefano Neri. „Sie waren jedoch für unsere Bedürfnisse allzu „starr“. Wir sind dann dazu übergegangen, leichter anpassbare Planungsinstrumente zu bewerten.“

Die Entscheidung fiel auf Board, das sich extrem flexibel und einfach zu modifizieren darstellte: ein großer Vorteil, insbesondere im Falle von Unternehmensprozessen, die Veränderungen unterliegen können. Da sie zudem nicht immer bis ins kleinste Detail vorher definiert werden können, müssen sie mit Instrumenten verwaltet werden, die in der Lage sind, sich extrem schnell den Veränderungen anzupassen, selbst während der verschiedenen Phasen des Projektes.

Die Lösung: ein integrierter Planungszyklus

Im Einzelnen gab es drei Projekt-Anwendungsbereiche:

  • Der Retail Merchandising Plan, mit dem wir eine Warenplanung nach Produktart und -menge verwalten, die im Laufe des Jahres in das kollektionsspezifische Einkaufsnetz eingepflegt wird.
  • Der Retail Assortment Plan, der auf der Grundlage des Merchandising Plans und der Verkaufs- und Lagerbestandsziele den Wareneinkaufsplan nach Marke, Warenkategorie und Verkaufsstelle definiert.
  • Die Purchase Order an den Lieferanten, die die Kollektions-Bestellungen nach SKU (Style-Color-Size), Absatzort und Lieferzeit beinhaltet.

 

Zum einen werden historische Daten automatisch vom ERP Stealth 3000 in Board geladen, um die Verfügbarkeit auf Lieferantenseite zu planen. Außerdem wird Board für das Forecasting der Verkaufsziele eingesetzt: Diese werden auf Store-/Tages-Ebene bestimmt, wobei nicht replizierbare Effekte „normalisiert“ werden, um eine zuverlässige Datenbasis zu erhalten. Auch im Großhandel erweist sich Board als sehr nützlich bei der Planung und dem Forecasting von voraussichtlichen Bestellungen: „Champion hat ein Modell entwickelt, um Bestellungen an den Lieferanten zu prognostizieren, d.h. bevor überhaupt Bestellungen des Kunden eingegangen sind. Sie basieren auf der Analyse historischer Daten und dem Vertrieb von Standard-Artikeln. Dadurch kann die Produktion früh gestartet werden und das Unternehmen kann sich neuen Marktbedingungen agil anpassen. Dieser relativ riskante Prozess wurde nun deutlich optimiert und dank der Funktionen von Board sicherer gestaltet. Nun sind der Groß- und Einzelhandel in der Welt von Champion vollkommen integriert.“

Die Vorteile: eine sich in weniger als einem Jahr amortisierende Investition

Rund 80 % der Anwender sitzen im Einkauf von Champion Europe, während die restlichen 20 % dem Vertrieb angehören, darunter sowohl Planer als auch Einkäufer: „Die Vorteile, die uns Board brachte liegen auf der Hand“, erläutert Stefano Neri. „In der Vergangenheit arbeitete jeder Mitarbeiter mit seiner eigenen Daten-Struktur und eigenen Excel-Dateien und daraus resultierten alle möglichen Fehler. Der neu implementierte  Prozess brachte direkt die erwarteten Ergebnisse:  nun ist die Integration vollständig, sowohl mit dem ERP, als auch den relevanten Prozessen und den einbezogenen Abteilungen. Zudem ist der Simulations- und Revisionsprozess deutlich vereinfacht die Planungszeiten wurden verkürzt. Auch wenn wir noch keinen genauen Wert des ROI haben, können wir mit Sicherheit sagen, dass sich die Investition in extrem kurzer Zeit amortisiert hat – definitiv in weniger als einem Jahr.“